eToro » Test und Erfahrungen 2016

Wer sich mit Forex Trading beschäftigt, wird unweigerlich auf eToro stoßen. Der Broker zählt zu den bekanntesten Anbietern Deutschlands. Dabei sind es vor allem die reißerischen und provokanten Werbespots, die immer wieder für Aufsehen sorgen. So bezeichnet sich der Anbieter selbst als Social Trading-Broker, bei dem es möglich sei, ohne Hintergrundanalysen und Marktwissen Gewinne zu machen. Doch ist es tatsächlich möglich, ohne Basiswissen Gewinne einzufahren? Die eToro Erfahrungen zeigen, dass es durchaus Trader gibt, die – ohne eine Ahnung vom Forex Handel zu haben – lukrative Gewinne erzielen konnten. Doch was ist das Geheimnis des sogenannten Social Trading-Brokers?

Der Broker und die Regulierung

Der Forex Broker ist seit 2007 am Markt vertreten. Seinen Hauptsitz hat er in Zypern. Da Zypern Mitglied der Europäischen Union ist, wird die Regulierung von der Finanzaufsichtsbehörde CySEC durchgeführt. Da sich CySEC an die europäischen Vorgaben halten muss, gibt es daher keinen Unterschied zur deutschen BaFin (deutsche Finanzaufsichtsbehörde). Dennoch wird der Broker auch von anderen Finanzaufsichtsbehörden – etwa auch durch die BaFin – überprüft. Der Anbieter verweist zudem immer wieder auf die gesetzliche Einlagensicherung; das Vermögen jeden Traders ist bis zu 20.000 Euro gesichert. Würde das Unternehmen daher Insolvenz anmelden, erhalten die Trader mindestens 20.000 Euro ihrer Einlagen zurück. Der Anbieter bewahrt jene Gelder getrennt vom Geschäftsvermögen auf. Wer sich daher für ein Konto bei dem Broker entscheidet, kann also davon ausgehen, vor Betrug und Abzocke geschützt zu sein. Auch wenn zu Beginn viele Trader wohl Zweifel haben, da sich der Broker in Zypern befindet, gibt es zahlreiche namhafte Broker, die sich in Zypern befinden und von der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde kontrolliert werden.

Die Konditionen

Zu Beginn lag die Mindesteinzahlung noch bei 200 Euro. Vor geraumer Zeit hat der Anbieter die Mindesteinzahlung jedoch auf 50 Euro reduziert. Ein Zeichen dafür, dass der Anbieter auch Einsteigern und Anfängern die Möglichkeit geben möchte, mit wenig Risiko teilnehmen zu können.

Die Eröffnung des Handelskontos ist kostenlos; der Anbieter verrechnet auch keine Gebühren für die Kontoführung. Gebühren entstehen jedoch bei Auszahlungen. Die Höhe richtet sich dabei nach dem Auszahlungsbetrag; im Durchschnitt müssen Trader zwischen 5 und 25 US Dollar bezahlen. Zu berücksichtigen sind des Weiteren Wochenendgebühren und etwaige Gebühren für Währungsumrechnen.

Das Handelsangebot

Das Handelssystem stützt sich vorwiegend auf Social Trading. So können Trader mit Aktien, Devisen oder anderen Finanzprodukten handeln, haben aber auch die Möglichkeit, automatische Handelssignale einbauen zu können. Jene werden von anderen Mitgliedern gegeben, die sich ebenfalls in der Community befinden. Trader haben über ein Ranking die Möglichkeit, andere Trader zu finden, ihre Performance zu begutachten und in weiterer Folge auch die Strategie zu beobachten. So können ungeübte Trader direkt von erfahrenen Tradern lernen und die Handelsschritte direkt für das eigene Konto übernehmen. Hat der Trader einen Profi gefunden, ist es möglich, dass er tatsächlich Geld macht, obwohl er de facto nichts getan hat. Er hat lediglich den Profi kopiert. Das klingt zwar simpel, ist aber definitiv nicht einfach. Denn es ist durchaus schwer, einen langfristig erfolgreichen Signalgeber zu finden. Viele, die eine sehr gute Performance aufweisen, sind oft nur für kurze Zeit erfolgreich. Denn nur weil die ersten Bilanzen gut aussehen, bedeutet das nicht, dass der Trader vor schlechten Zeiten geschützt ist. Wer also zu viel Vertrauen in die Experten hat, kann durchaus auch Verluste einfahren. Doch warum präsentieren erfolgreiche Trader überhaupt ihre Strategien? Sie erhalten Provisionen, wenn ihnen andere Trader folgen.

Zu bemängeln ist jedoch die Zahl der zur Verfügung stehenden Handelswerte. Während andere Anbieter durchaus mehr als 200 Kurse anbieten, stehen beim Social Trading-Broker gerade 15 Devisenpaare zur Verfügung. Natürlich sind hier die wichtigsten und bekanntesten Währungspaare vertreten; auch Indizes, Aktien, CFDs und Rohstoffe können gehandelt werden. Dennoch ist das Angebot, verglichen mit anderen Brokern, dürftig. Ein Umstand, den auch viele Trader bemängeln. Die eToro Erfahrungen, die sich im Internet finden, zeigen, dass viele Trader unzufrieden mit den Handelsangeboten sind.

Das Demokonto

Hingegen haben eToro Erfahrungen aber auch gezeigt, dass sich die Trader über das Angebot des kostenlosen Demokontos erfreuen. Das Demokonto hat keine Laufzeitbeschränkung; ein Unterschied zu vielen anderen Anbietern, die ihre Demokonten nur befristet zur Verfügung stellen. Doch der Broker bietet nicht nur ein kostenloses Demokonto, sondern auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vor allem für jene Trader interessant, die nicht nur Strategien kopieren, sondern auch selbst aktiv am Handel teilnehmen wollen.

Vorteile

  • Geringe Mindesteinzahlung (50 Euro)
  • Die Kontoeröffnung ist kostenlos
  • Für die Kontoführung werden ebenfalls keine Kosten verrechnet
  • Kostenloses und zeitlich unbegrenztes Demokonto
  • Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Erfolgreicher Handel ist – auch ohne Basiswissen – möglich
  • Der Broker ist reguliert
  • Garantierte Einlagensicherung (20.000 Euro)

Nachteil

  • Sehr dürftiges Handelsangebot

Das Fazit

eToro ist der Marktführer beim Social Trading. Dabei sind es vor allem die provokanten Werbespots, in denen der Anbieter hohe Gewinne verspricht, die für Aufsehen sorgen. Dass beim Forex Trading allerdings kein Cent verschenkt wird, sollte jedem Trader im Vorfeld bewusst sein. Das geringe Angebot an Handelswerten trübt den Spaß. Die Möglichkeit, die Strategien von professionellen Tradern übernehmen zu können und dabei saftige Gewinne einzufahren, ist jedoch verlockend. Dennoch sollten vor allem Anfänger gewarnt sein – Trader, die immer erfolgreich sind, gibt es nicht. Wer sich für ein Konto beim Social Trading-Broker entscheidet, muss sich daher im Vorfeld bewusst sein, dass er auch ein Risiko eingeht, wenn er Strategien von scheinbar erfolgreichen Tradern kopiert.

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